12.1.2016

Heute Vormittag arbeiten wir an der ISMA mit drei verschiedenen Gruppen zu unterschiedlichen Büchern und Themen.

Die erste Gruppe ist die Iière (12. Klasse) und wir haben für sie ein Programm zu dem Buch „L’école de Tchologo“ von Fatou Keita erstellt, in dem es um die Initiation junger Männer im Norden der Côte d’Ivoire geht. Ziel dieses Unterrichtsmodells ist die Stärkung des Bewusstseins für die eigene ethnische Herkunft und die ethnische Vielfalt in der Côte d’Ivoire.

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Wir präsentieren die Geschichte mit Musik und einem für die im Buch dargestellte Gegend typischen Rhythmus und sprechen über Initiationsriten in Prikro. Danach haben die Jugendlichen die Aufgabe, einzelne Sätze des Buches aus dem Französischen in die Lokalsprache Anoh zu übersetzen, was den Schülern viel Spaß macht, weil es eine ungewöhnliche und wertschätzende Art und Weise ist, mit ihrer Sprache umzugehen, die sie so aus der Schule nicht kennen. Die Jugendlichen präsentieren ihre Übersetzungen zu unserer Musik und diskutieren die jeweiligen Möglichkeiten und Varianten.

Die zweite Gruppe sind die Abiturienten aus der Terminal. Mit ihnen beschäftigen wir uns mit dem „Seigneur de la danse“ von Véronique Tadjo, in dem es um die Rolle der Trommel und der Maske in der traditionellen  und modernen Gesellschaft in der Côte d’Ivoire geht. Diese Buch setzen wir mit Fadenspielen kreativ um.

Dann kommt unsere Lieblingsgruppe, die 2nde A (11. Schuljahr). Für sie haben wir das Buch „Le rêve de Siba“ („Der Traum von Siba“) vorbereitet, in dem eine Jugendliche von dem Haus träumt, in dem sie später wohnen möchte. Wir fabrizieren mit den Schülern kleine Hefte, in denen sie ihr Traumhaus beschreiben und zeichnen und dieses dann zu unserer Musikbegleitung präsentieren.

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Das macht allen viel Spaß und es wird sehr konzentriert gearbeitet.

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Am Ende sind wunderschöne Traumhäuser entstanden, die eine deutliche Sprache über viele vorhandene Wünsche, aber auch derzeitige Wohnsituationen sprechen.

Nach inzwischen vier Tagen mit den Unterrichtsmodellen machen wir die Erfahrung, dass unsere Programme und Elemente immer da gut funktionieren und am spannendsten sind, wo die Jugendlichen selber im Mittelpunkt stehen mit ihren Vorstellungen, Wünschen und Träumen. Elemente, die im regulären Schulunterricht keinerlei Rolle spielen.

Das Beste des Tages war, dass heute mehrere Schüler von sich aus an uns heran getreten sind und gefragt haben, ob wir nicht auch mit ihrer Klasse arbeiten könnten. Aufgrund des Forschungs- und Befragungsdesigns sind wir im Augenblick dazu gezwungen mit immer den gleichen Schülern aus einer Klassenstufe zu arbeiten und können unsere Aktionen im Moment leider nicht breiter streuen. Wenn die Schülerinnen und Schüler allerdings von sich aus Lust haben mitzumachen, dann ist das ja ein gutes Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind!

Bis morgen!

 

 

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