11.1.2016

Heute beginnt unser Tag um 7:30 Uhr mit einem Fahnenappell, der an ivorischen Schulen ganz normal ist und montags und freitags stattfindet, der für mich als Deutsche aber trotzdem gewöhnungsbedürftig ist.

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Danach stehen wir erstmal vor dem Problem, dass die Schulbibliothek abgeschlossen, der Wächter mit dem Schlüssel verreist ist und frühestens morgen zurück kommt. Was tun? Der an der Schule für das Personal Zuständige stellt uns sein kleines Büro zur Verfügung, das wir erst einmal ein bisschen umbauen müssen.

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Die erste Gruppe, mit der wir arbeiten, ist glücklicherweise eine „halbe“ Gruppe und besteht aus 7 Kindern der Klasse 6ième (entspricht in Deutschland dem 5. Schuljahr), die wir in dem Büro unterbringen können. Wir arbeiten zu dem Buch „Mamy Watta“ von Véronique Tadjo und erwecken das Buch mit Musik, einer kleinen Bastelarbeit und einer zweiten Geschichte zum Leben.

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Das Falten macht uns allen viel Spaß, wobei Hippolyte und ich erstaunt sind, dass keines der Kinder ein Papierschiff falten kann, wie schwer sich manche Kinder tun und wie schlecht die motorischen Fähigkeiten zum Teil ausgebildet sind.

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Am Schluss haben aber alle zwei Papierschiffe vor sich liegen, von denen eines sich im Laufe der zweiten Geschichte, in der eine Maus in Seenot gerät, in ein Hemd verwandelt, was allen sehr viel Spaß macht.

Die zweite Gruppe heute Vormittag besteht aus den Klassen 3ième und 2nde (in Deutschland 8. und 9. Schuljahr) und ist eine „volle“ Gruppe, d.h. wir quetschen 14 Jugendliche in das winzige Büro des Personalchefs.

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Jetzt ist es ziemlich eng und heiß, aber die Jugendlichen arbeiten super mit und sind sehr gut auf die Geschichte und die Musik konzentriert, trotzdem wir wie die Heringe in der Büchse sitzen.

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Wir setzen in diesem Programm die Geschichte kreativ mit Fadenspielen um und die Jugendlichen erfinden zu den Fadenspielfiguren, die sie gelernt haben, eine neue Geschichte, die sie allen am Ende erzählen.

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Das funktioniert ziemlich gut und zum Ende des Programms tanzen alle noch zum Rhythmus des „Seigneur de la danse“. Dazu gibt es ein tolles Video, aber leider ist die Internet-Verbindung heute Abend zu schwach, um es hochzuladen.

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Heute Nachmittag haben wir noch eine Gruppe aus den Klassen 5ième und 4ième, was in Deutschland den Schuljahren 6 und 7 entspricht. Mit ihnen arbeiten wir zum Buch „L’aiguille de l’épervier“, das wir mit Musik und einem Spiel umsetzen. Inzwischen hat sich auch ein Zweit-Schlüssel für die Schulbibliothek gefunden und wir sind darüber so glücklich, dass wir vergessen haben, von dieser Gruppe Fotos zu machen :).

Nach einem langen, heißen und staubigen Tag freuen wir uns heute Abend auf eine Dusche und stellen fest, dass das Wasser abgestellt ist. Na ja, macht nichts, wir haben ja unsere beiden Eimer (siehe Eintrag vom 9.1.2016) :).

Das Beste des Tages war, dass nach unserem Programm mit den „Großen“ mehrere Schüler nach mehr Büchern gefragt haben, die sie gerne ausleihen möchten! Yes! Unsere Unterrichtsmodelle erreichen schon jetzt ihr Ziel!

Bis morgen!

 

 

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